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Christlicher Glaube und Geld

In der Bibel steht viel über Geld und an kaum einem Thema spalten sich die Geister mehr. Im Neuen Testament gibt es die berühmte Szene, wo ein reicher, junger Mann Jesus fragt, was er tun solle. Jesus antwortet "Verschenke dein Hab und Gut und folge mir nach.". Der junge Mann geht daraufhin enttäuscht weg und Jesus sagt: "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass ein Reicher in den Himmel kommt." Das "... und folge mir nach" hat Jesus dabei wörtlich gemeint. Er hat den Mann aufgefordert, einer von seinen Jüngern zu werden. Sein Hab und Gut wäre dabei nur hinderlich gewesen. Als Junger Mann ohne Frau und Kinder, also ohne unmittelbare Verantwortung gegenüber anderen hätte der reiche, junge Mann tatsächlich Jesus nachfolgen können. Viele von uns befinden sich jedoch in einer anderen Situation, haben z.B. Kinder, ihnen gegenüber Verantwortung usw. Kinder wollen eine gute Ausbildung, eventuell studieren usw. All das benötigt Geld. Nehmen wir einmal an, jemand würde heutzutage tatsächlich all sein Hab und Gut verschenken und als Bettler auf der Straße leben. Wäre das gut für ihn? Nein. Wäre das gut für andere? Nein. Könnte dieser Mann anderen eine Hilfe sein? Er ist wohl eher eine Last für andere.

Wenn Sie gut sein wollen und anderen helfen wollen, dann ist es im Zweifelsfall eher hilfreich, Geld zu haben, als kein oder nur sehr wenig Geld zu haben. Wenn Sie Geld spenden wollen, was brauchen Sie? Richtig, Geld. Das "Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass ein Reicher in den Himmel kommt." bedeutet, dass man sich nicht an sein Geld klammern soll. Es ist vollkommen in Ordnung, zu wirtschaften und nach Wohlstand zu streben, man darf aber sein seelisches Wohlergehen nich von Geld abhängig machen. Und wenn man wohlhabend ist, soll man auch an die denken, die wenig haben und Geld spenden. Werner Tiki Küstenmacher, ein evangelischer Pfarrer schreibt zu diesem Thema in seinem Buch "simplify your life": "Ich will hart arbeiten, alle Möglichkeiten nutzen, alle meine Fähigkeiten einsetzen, um erfolgreich zu werden. Wenn es aber nicht gelingt, komme ich damit auch klar."

Im alten Testament gibt es eine bekannte Stelle zum Thema Geld. Die Währung war damals "Talente" so wie heute "Euro" oder "Dollar": Anselm Grün schreibt hierzu: "Ein Mann, der auf Reisen geht, ruft seine Diener und vertraut ihnen sein Vermögen an. Dem einen gibt er fünf, dem anderen zwei und dem letzten ein Talent. Die ersten beiden gehen hin und wirtschaften mit ihren Talenten. Sie verdoppeln sie. Der dritte jedoch vergräbt sein Talent. " ... der mit dem einen Talent gibt es seinem Herrn wieder, als dieser zurückkommt." "Sein Herr antwortete ihm: Du bist ein schlechter und fauler Diener! Du hast doch gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe. Hättest du mein Geld wenigstens auf die Bank gebracht, dann hätte ich es bei meiner Rückkehr mit Zinsen zurückerhalten. Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat! Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat."

Das sind harte Worte. Sie sagen aber ganz klar aus: Wer die Möglichkeit hat, erfolgreich zu sein, und seine Gelegenheit nicht nutzt, der ist kein guter Christ. Die Geschichte lässt offen, was passiert wäre, hätte ein Knecht Verluste erlitten. Hierüber können wir nur speklulieren. Klar ist jedoch: Die Aussage dieser Geschichte ist eindeutig und Werner Tiki Küstenmacher hat schon Recht mit dem, was er in seinem Buch schreibt. Das Streben nach Erfolg und Wohlstand ist per se gut.


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